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Ausstellung Cranach und Luther - Aufbruch in die neue Zeit_BotticelliErnst Barlach, zur Ausstellung Emil Kritzky (1903 Hamburg-1988 Celle): Orpheus, Gipsschnitt, 1955 Marc Jung

Siegfried Appelt - Malerei

Ausstellung im Cranach-Haus / Markt 4 / Lutherstadt Wittenberg

Zeitraum
28.01.2016–06.03.2016

Öffnungszeiten
Dienstag-Samstag: 10:00 Uhr-17:00 Uhr
Sonntag und Feiertag: 13:00 Uhr-17.00 Uhr

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Die Cranach-Apotheke. Geschichte und Geschichten

Ausstellung im Cranach-Haus / Markt 4 / Lutherstadt Wittenberg

Die Cranach-Stiftung eröffnet am 11. März 2016, um 19:00 Uhr eine Ausstellung zur Geschichte der Cranach-Apotheke.

Der erste Rektor der Wittenberger Universität, der Arzt und Theologe Martin Pollich von Mellerstadt, gründete die erste Wittenberger Apotheke. Von dessen Erben erwarb Lucas Cranach d. Ä. für 2.000 Gulden das Grundstück in der Schlossstraße 1 mit der Apotheke. Im Jahr 1520 wurde Cranach d. Ä. das kurfürstliche Apothekenprivileg verliehen, das ihm eine Monopolstellung im Handel mit Arzneimitteln, Gewürzen oder süßem Wein zusicherte. Er konnte sich zudem auch ohne Zwischenhändler mit den notwendigen Materialien für die Malwerkstatt versorgen.
Die Ausstellung zeichnet die Folge der Eigentümer nach. Interessant ist zudem, welche Produkte und Materialien damals in einer Apotheke verkauft wurden, welche Pflanzen als Arzneimittel dienten, welche Stellung ein Apotheker in der Stadt hatte und welche Verantwortung ihm übertragen wurde.
Mit Privilegien, Taxlisten, Revisorenberichten, Werkzeugen der Apotheker und Übersichten zu Heil- und Färbepflanzen sind authentische Zeugnisse der Apothekertätigkeit, auch nach den Cranachs, zu entdecken.
Die Ausstellung entstand mit Unterstützung der ehemaligen Leiterin der Cranach-Apotheke, Frau Marie Luise Schade, und der jetzigen Leiterin der Cranach-Apotheke, Frau Birgit Biernoth. Die Ausstellung wird gefördert von Lotto Sachsen Anhalt.

Zeitraum
12.03.2016–08.05.2016

Öffnungszeiten
Dienstag-Samstag: 10:00 Uhr-17:00 Uhr
Sonntag und Feiertag: 13:00 Uhr-17.00 Uhr

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Menschen und Orte

Fotografien von Angelika Fischer und Texte von Bernd E. Fischer zu Leben und Lebensorten von Künstlern

Zeitraum: 14.05.2016-31.07.2016
Eröffnung: Freitag, 13.05.2016 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn.- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

Lebensorte von Ernst Barlach, Bertolt Brecht und Helene Weigel,
Otto Dix, Hans Fallada, Karl Hagemeister, Gerhart Hauptmann,
Georg Kolbe, Alfred Kubin, Edvard Munch, Anna Seghers und
Virginia Woolf

Der Titel dieser Ausstellung mag auf den ersten Blick irritieren, sind doch auf
Angelika Fischers Bildern selten Menschen zu sehen. Die Personen, von denen ihre
Arbeit handelt, sind dennoch höchst präsent, denn sie haben unverwechselbare
Spuren hinterlassen. Starke und eigenwillige Charaktere, bildende Künstler und
Schriftsteller haben ihren Lebens- oder Schaffensort geprägt, so wie sie von ihm
geprägt wurden. Dieser Wechselbeziehung spürt die Fotografin mit ihrer Kamera
nach. Seit jeher fasziniert vom Eigenleben der Dinge, von der magischen
Ausstrahlung fotografischer Stillleben, beeindruckte sie, dass die Aura
schöpferischer Persönlichkeiten noch lange nach ihrem Tod auf den Dingen ruht,
mit denen sie sich umgaben. Aus den Häusern, den Ateliers und Arbeitsräumen
sind Zeitmaschinen geworden, die dem ruhenden Blick von den Menschen
erzählen, die hinter den bekannten Werken stehen.
Seit einigen Jahren sucht Angelika Fischer immer wieder solche Orte auf, um
festzuhalten, was an Lebenssubstanz dort noch zu finden ist. Die klassische
Schwarzweiss-Fotografie erscheint dazu das geeignete Medium, denn sie erfasst
das Wesentliche, das Licht, die Formen und die Oberflächen der Dinge und entgeht
dem Reportagecharakter und der falschen Aktualität der allgegenwärtigen
Farbbilder.
Im Jahr 2002 beschloss sie, gemeinsam mit Bernd Erhard Fischer und anderen
Autoren, diese Arbeiten in einer eigenen, bibliophil gestalteten Heftreihe zu
publizieren. Hier ergänzen sich auf ideale Weise Text und Bild. Textautor und
Fotografin arbeiten dabei bewusst möglichst unabhängig voneinander. Doch ist es
überraschend, wie sich rein visuelle Impressionen und sensible Recherche wie
selbstverständlich zu einem Gesamtbild verbinden. Immer wieder tritt Ähnliches zu
Tage: Die Bindung schöpferischer Menschen an einen Ort, der ihre Produktivität
grundiert und dem sie ihren unverwechselbaren Stempel aufdrücken.

Presserundgang
Presserundgang am 12.05.2016, 11:00 Uhr

Ausstellungsrundgänge
Ausstellungsrundgang mit der Fotografin Angelika Fischer im Rahmen der Ausstellungseröffnung und am 25.06.2016, 14:00 Uhr.
Ausstellungsrundgang durch die Sonder- und die Cranach-Ausstellung mit Dr. Marlies Schmidt am 22.07.2016, 14:00 Uhr

Weitere Informationen zur Edition Fischer unter: www.edition-abfischer.de

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Zeichner / Dichter / Zeichner

Grafiken und Gemälde aus der Sammlung Gerd Gruber
Zeitraum: 06.08.2016-13.11.2016
Eröffnung: Freitag, 05.08.2016 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn.- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr, ab November montags geschlossen
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

Von Johann Wolfgang von Goethe, in 9. Generation Nachfahre Lucas Cranachs des Älteren, sind nicht nur bedeutende literarische Werke überliefert, sondern auch dutzende Zeichnungen. Um solche künstlerische Mehrfachbegabungen geht es in der Ausstellung Zeichner / Dichter / Zeichner: Dichter als Zeichner, Zeichner als Dichter.
Die Professionalisierung der künstlerischen Ausbildung an den Akademien hatte im 19. Jahrhundert zu einer hochgradigen Spezialisierung geführt. Es gab Landschaftsmaler, Historienmaler oder Tierbildhauer. Das änderte sich radikal zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als bei den Expressionisten, Dadaisten und Surrealisten konsequenter, alle künstlerischen Ausdrucksformen umfassender Dilettantismus Programm war. Grenzbereiche zwischen Literatur, bildender Kunst und Musik markieren beispielsweise Kurt Schwitters Arbeiten wie die „Sonate in Urlauten“ (1923/1932). Auch seine nach 1916 entstandenen Holzschnitte haben das Fragmentierte seiner Texte und Collagen.
Picasso, in der Ausstellung mit einer Radierung vertreten, hinterließ unter anderem ein ab 1944 mehrfach aufgeführtes Schauspiel. Ernst Barlach schuf neben Graphiken und eindrucksvollen Plastiken den Roman „Der gestohlene Mond“. Im Jahr 1919 wurden seine Dramen „Der tote Tag“ und „Der arme Vetter“ uraufgeführt.
Der 1930 in Annaberg geborene Carlfriedrich Claus experimentierte zunächst mit Texten und Klanggebilden. 1958 schuf er erste Sprachblätter. Die in der Ausstellung gezeigte Grafik „Eulenspiegel-Reflex V“ (1989) hat noch die Anmutung eines handgeschriebenen Textes, doch geht es hier nicht mehr um dessen Lesbarkeit. Die Linien verdichten sich, zerfasern an den Ränder und bilden organische grafische Urformen.
Die Ausstellung zeigt als Leihgaben aus der Sammlung Gerd Gruber Grafiken und Publikationen von
Rafael Alberti, Altenbourg, Jean Arp, Ernst Barlach, Josef Čapek, Carlfriedrich Claus, Jean Cocteau, Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Goertz, Horst-Dieter Gölzenleuchter, Karl Otto Götz, Günter Grass, Lea Grundig, Raoul Hausmann, Jean Hélion, Wolf Hildebrandt, Eugene Ionesco, Harald Kretschmar, Emil Kritzky, Alfred Kubin, Roger Loewig, Joseph Mahler, Wolfgang Mattheuer, Otto Nebel, Pablo Picasso, Thomas Ring, Robert Wolfgang Schnell, Kurt Schwitters, Dieter Süverkrüp, Emilio Tadini, André Verlon, Johannes Wüsten, Hans-Joachim Zeidler.

Öffentlicher Ausstellungsrundgang
Sonnabend, 20. August 2016, 19:30 Uhr und 21:00 Uhr, Dr. Gerd Gruber

Öffentliche Ausstellungsrundgänge, einschließlich der Ausstellung „Cranachs Welt“
Sonnabend, 20. August 2016, 14:00 Uhr
Sonntag, 11. September 2016, 14:00 Uhr
Montag, 31. Oktober 2016, 12:00 Uhr

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Marc Jung

Zeitraum: 19.11.2016-12.02.2017
Eröffnung: Freitag, 18.11.2016 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Erfurt zeigt die Cranach-Stiftung die Ausstellung „Feuilletonisiert“ mit Malerei, Zeichnungen und Installationen des 1985 in Erfurt geborenen Künstlers Marc Jung. Jung begann als Ringer und Street-Art-Künstler, studierte später an der Bauhaus Universität Weimar und an der Akademie Wien. Von 2012 bis 2014 war er Meisterschüler bei Wolfram Adalbert Scheffler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Mit brachialer Gestaltungskraft bemächtigt sich Marc Jung der täglichen Bilderflut und sampelt aus Icons, Smileys, Pokemons, Fotos aus Nachrichten- oder Lifestyle-Magazinen und Neon-Slogans das Abbild eines medialen Kosmos‘. Jung nähert sich den Motiven nahezu wertfrei. Er benutzt Fotos, die das Bildgedächtnis eines Jahres prägen, aus dem Trivialen oder der Hochkultur, Fotos von der Rückkehr des Wolfes oder vom Alltag der schrecklich großen Fernsehfamilie Wollny. TALK SHITGET HIT. Und dazwischen: Malerei im klassisch-expressiven oder im Street-Art-Gestus.
Die Ausstellung wird am 18. November 2016, um 19:00 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet. Der künstlerische Leiter des Künstlerhauses Bethanien/Berlin, Christoph Tannert, führt in die Arbeiten Marc Jungs ein.

Im Anschluss: PechaKucha Night Wittenberg; PechaKucha Abende in der Lutherstadt Wittenberg mit freundlicher Unterstützung von den Machern der PechaKucha Night Dessau – www.pechakucha.org/cities/dessau.

Presserundgang: 17.11.2016, 11.00 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Sonderausstellungen (Auswahl)

2015 Cranach und Luther. Aufbruch in die neue Zeit. Gemälde, Grafiken und Objekte aus der Sammlung ATELIER UND STIFTUNG AUGUST OHM, HAMBURG (Katalog)
2015 Cranach 2.0 – Der Internationale Lucas-Cranach-Preis 2015 der Lutherstadt Wittenberg und der Lucas-Cranach-Stadt Kronach (Katalog)
2014 Alles wunderbar. Positionen zeitgenössischer Kunst. Arbeiten und Aktionen von Margarita Leonore Göbel, Jutta Konjer, Manfred Kroboth, Stefan Leyh, Stephanie Brysch, Matthias Schmeier und Christian Treffler
2012 Menschenbilder. Internationaler Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach 2011 (Auswahl)
2011/2012 Zwischen Bedrängnis und Widerstand. Graphiken und Gemälde der Jahre 1933 bis 1945 aus der Sammlung Gerd Gruber (Katalog)
2011 Maler Lucas aus Kronach. Lucas Cranachs frühe Jahre (Katalog)
2010/2011 Evas neue Kleider. Mode des 18. bis 21. Jahrhunderts aus der August-Ohm-Stiftung
2010 Venus, Eva & Co. Lucas Cranachs Aktdarstellungen im Kontext von Reformation und Humanismus (Katalog)
2009 Aufbruch in die Moderne. Gemälde und Graphiken aus der Sammlung Gerd Gruber (Katalog)