Frederike von Cranach: Acheron

Zeitraum: 15.09.2018-04.11.2018
Eröffnung: Freitag, 14.09.2018 / 19:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 13.09.2018 / 11:00 Uhr

Frederike von Cranach im Cranach-Haus: Die Cranach-Stiftung zeigt Grafiken und Objekte der Künstlerin. Sie ist in Köln aufgewachsen und hat einige Jahre in den Niederlanden und in Brasilien verbracht. Derzeit lebt und arbeitet sie in London. Unter dem Titel Acheron sind in der Ausstellung Arbeiten zu sehen, die das Werden und Vergehen, die Zartheit und Verletzbarkeit der Natur ebenso wie die Belanglosigkeit des Menschen in ihr thematisieren. In der griechischen Mythologie verband der Fluss Acheron das Diesseits mit dem Jenseits. In ihren Papierarbeiten bezieht sich die Künstlerin auch auf die Jenseitsvorstellungen Lucas Cranachs des Älteren (1472-1553). Sie verarbeitet Motive aus dessen Holzschnitt Die Verdammten im Höllenfeuer (um 1510). Die in der Ausstellung gezeigten Objekte formt Frederike von Cranach aus Egagropili – das sind sogenannte „Meeresbälle“, die sich aus dem Laub der Meerespflanzenart Posidonia oceanica bilden. Dabei handelt es sich um einen der ältesten bekannten, lebenden Organismen der Erde, vom Mahlstrom der Zeit in runde oder ovale Formen geschliffen. Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Abb.: Frederike von Cranach, Underworld, ink, screenprint on Somersetpaper, 36 cm x 59 cm, 2018

 

 

 

 

Marc Chagall – Anatoli Kaplan

Erinnerungen ans Schtetl

Zeichnungen und Druckgrafiken

Zeitraum: 10.11.2018-20.01.2019
Eröffnung: Freitag, 09.11.2018 / 16:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

In Marc Chagalls (1887-1985) Gemälden und Grafiken tauchen immer wieder die Dörfer und Menschen seiner Kindheit auf. Er wurde als ältester Sohn einer kinderreichen jüdischen Familie in der weißrussischen Stadt Witebsk geboren – einer jüdisch geprägten Stadt an der Peripherie des zaristischen Russlands, in der Not und Bedrängnis den Alltag der meisten Bewohner bestimmten. Das relativ abgeschiedene Leben im sogenannten „Schtetl“, einer kleinen, autonomen jüdischen Siedlung, hatte zur Folge, dass orthodoxe jüdische Überlieferungen, kulturelle Identitäten und jüdische Lebensgewohnheiten lange erhalten blieben. Gesprochen wurde dort das durch die deutsche Sprache mit geprägte „jiddisch“. Durch den nationalsozialistischen Holocaust 1939-1945 wurde die Welt des Schtetls zerstört. Doch in den Werken Marc Chagalls und des fünfzehn Jahre jüngeren Anatoli Kaplans (1902-1980) wird sie für immer bewahrt. Kaplan wurde in Rogatschow, unweit von Witebsk, in das gleiche Milieu hineingeboren. Beide Künstler bringen die unbezwingbare Lust am Leben und die schmunzelnde jiddische Selbstironie ins Bild. Sie zeigen die unverwechselbaren Gestalten, die Feste, Riten und Lebensgewohnheiten der einfachen jüdischen Menschen. Die Ausstellung zeigt 40 Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Sammlung Dr. Gerd Gruber.  Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Abb.: Marc Chagall, Nach dem Winter, Lithografie, 1972, 32,5 cm x 45,0 cm, Sammlung Dr. Gerd Gruber, Lutherstadt Wittenberg