Schlag auf Schlag – Die unglaublichen Abenteuer der Abrafaxe mit Luther, Cranach & Co.

Zeitraum: 24.10.2017-28.02.2018
Eröffnung mit dem MOSAIK-Team: Dienstag, 24.10.2017 / 17:00 Uhr / Malsaal, Schlossstr. 1
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 und Schlossstraße 1 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Montag, 23.10.2017 / 11:00 Uhr

Die Abrafaxe sind auf ihren Reisen durch die Zeit in Wittenberg gelandet, genau im Jahr 1517. Brabax hilft Martin Luther, dessen ursprünglich 478 Thesen auf 95 Thesen zu kürzen. Califax macht sich als Küchenhilfe in der Cranach-Werkstatt unentbehrlich. Grund genug, die Abrafaxe und das Mosaik-Team einzuladen, die ganze Geschichte der Reformation zu erzählen. Am 24. Oktober ist das MOSAIK-Team mit verschiedenen Schulprojekten in den Cranach-Höfen zu Gast und wird zudem eine Ausstellung mit originalen Zeichnungen eröffnen, die bis zum Februar 2018 gezeigt wird.

Ab 15.00 Uhr offene Angebote mit dem MOSAIK-Team für alle großen und kleinen Abrafaxe-Fans (15.00 Uhr Comicworkshop, weitere Angebote fortlaufend)

17.00 Uhr Ausstellungseröffnung mit dem MOSAIK-Team im Malsaal, Schlossstraße 1. Anschließend Rundgang durch die Ausstellung im Cranach-Hof, Markt 4

Schülerprojekte am 24.10.2017 (mit den Zeichnern des Mosaiks) und am 25.10.2017, jeweils von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr, in der Malschule der Cranach-Stiftung, Schlossstraße 1 (bitte anmelden unter info@cranach-malschule.de)

Apocalypse now

Zeitraum: 20.05.2017-20.08.2017
Eröffnung: Freitag, 19.05.2017 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-18:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-18:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 18.05.2017 / 11:00 Uhr

Das frühe 16. Jahrhundert war nicht nur eine Zeit der großen Entdeckungen und Erfindungen, sondern es war auch von apokalyptischen Endzeitvorstellungen und der Angst vor dem kommenden Weltgericht Gottes geprägt.
Zu Martin Luthers bis heute nachwirkender Übersetzung des Neuen Testamentes schuf Lucas Cranach d. Ä. im Jahr1522 die Illustrationen für die Texte der Johannes-Offenbarung (Offenbarung – griech. apokalypsis). Cranach orientierte sich an Dürers Holzschnittfolge zur Apokalypse, die wenige Jahre zuvor entstanden war. Das berühmteste Blatt ist vermutlich der Holzschnitt mit den „Vier apokalyptischen Reitern“, die Krieg, Tod, Teuerung und Seuchen über das Land bringen. Die bildgewaltige Untergangs- und Erlösungsvision des Johannes ist immer wieder Thema der Kunst. Als Akt des Widerstandes griffen Künstler unter der Nazi-Diktatur auf die religiös vorgeprägten Motive zurück, um Symbole für das Grauen zu finden. Die Ausstellung zeigt neben Dürers Holzschnittfolge Grafiken Cranachs, Werke des 20. Jahrhunderts sowie Grafiken, Malerei, Objekte und Texte von Franca Bartholomäi, Pim Palsgraaf, Matthias Schmeier und Wolfgang Bauer.

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Max Dungert, Karussell, Kohlezeichnung, 1920

Bruno Beye, Café du Dome, Lithografie, 1926/um 1960

Bruno Beye, Max Dungert, Günther Vogler und die Künstler der Magdeburger Kugel

Avantgarde in Mitteldeutschland um 1920

Zeitraum: 26.08.2017-15.10.2017
Eröffnung: Freitag, 25.08.2017 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-18:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-18:00 Uhr, ab 11.09.2017 täglich bis 17:00 Uhr geöffnet
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 28.08.2017 / 11:00 Uhr

Vor einhundert Jahren tobte der Erste Weltkrieg in Europa. Aufgrund ihrer Kriegs- und Nachkriegserfahrungen gründeten Anfang 1919 bildende Künstlerinnen und Künstler, Literaten, Musiker und Kritiker in Magdeburg die Künstlervereinigung “Kugel”. Unter der Losung „Freie Kunst – Freie Geister – Freie Menschheit“ fanden sie sich zusammen, um durch die Kunst „die noch durch Grenzpfähle getrennten Völker einander nahe zu bringen“. Sie organisierten gemeinsame Ausstellungen, Lesungen und Auftritte. In der gleichnamigen Zeitschrift wurden expressionistische Texte, Grafiken und Musikstücke veröffentlicht. Die Ausstellung mit Leihgaben aus der Sammlung Gerd Gruber stellt vor allem die Kugel-Protagonisten Bruno Beye, Max Dungert und Günther Vogler vor. Alle drei hatten ihre künstlerische Ausbildung kurz vor dem Ersten Weltkrieg an der Magdeburger Kunstgewerbe- und Handwerkerschule begonnen.
Die “Kugel” bestand bis 1923, die Künstler gingen dann eigene Wege. Viele blieben aber unangepasst und engagierten sich gegen den aufkommenden Nationalsozialismus.

Ausstellungsrundgänge, einschließlich „Cranachs Welt“
02.09.2017 und 05.10.2017, jeweils um 14:00 Uhr

Kleine Paradiese

Zeitraum: 18.02.2017-14.05.2017
Eröffnung: Freitag, 17.02.2017 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ab April auch montags geöffnet.
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 16.02.2017 / 11:00 Uhr

Aus der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren (1472-1553) gingen Gemälde wie Lasset die Kindlein zu mir kommen, Caritas oder Christus als guter Hirte hervor, die Luthers Gottesverständnis veranschaulichten. Gemälde, die auch eine Wahrnehmung des Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen, mit all seinen Möglichkeiten unterstützten. Ganz in diesem Sinne hat in den vergangenen Jahren die Malschule der Cranach-Stiftung mehrere Malerei-Projekte in Zusammenarbeit mit dem Behindertenverband Wittenberg angeboten. Die Ausstellung Kleine Paradiese zeigt neben einzigartigen Arbeiten aus diesen Projekten auch Grafiken Karl Hans Jankes (1909 Kolberg-1988 Wermsdorf) und Gemälde und Grafiken von Künstlerinnen und Künstlern der Kreativen Werkstatt Lobetal.
Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die zu den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehört, führt die Kreative Werkstatt Lobetal als eine Ateliergemeinschaft zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern mit besonderen Begabungen. Abseits vom Kunstbetrieb schaffen Kreative wie Regina Hofmann, Günther Krug, Karl Beil, Detlev von Dossow, Ute Herzfeld oder Ilse Berner fantasiegewaltige Zeichnungen und Gemälde. Werke der Kreativen Werkstatt sind zudem in der Bethel-Begegnungsstätte in der Wittenberger Collegienstraße 41/42 zu sehen.
Karl Hans Janke verstand sich eher als Erfinder. Er schuf an die 3000 Zeichnungen und Modelle, vor allem zur Luft- und Raumfahrttechnik. Nach Jankes Tod 1988 lagerten dessen Arbeiten in einem Abstellraum der Hubertusburg (Wermsdorf), erst im Jahr 2000 wurden sie wiederentdeckt. Seine Entwürfe, die heute vom Rosengarten e. V. betreut werden, sind inzwischen als bedeutende Kunstwerke der Outsider Art anerkannt.

Ausstellungsrundgang, einschließlich „Cranachs Welt“:
Donnerstag, 13. April 2017, 14:00 Uhr

Film zur Ausstellung
24 Wochen
Spielfilm, Deutschland 2016, Regie: A. Zohra Berrached, 103 min, ab 12 Jahre
Einführung: Dr. med. Cornelia Winkelmann
22.02.2017, 20:00 Uhr, Evangelische Akademie, Schlossplatz 1d

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Marc Jung

Zeitraum: 19.11.2016-12.02.2017
Eröffnung: Freitag, 18.11.2016 / 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Erfurt zeigt die Cranach-Stiftung die Ausstellung „Feuilletonisiert“ mit Malerei, Zeichnungen und Installationen des 1985 in Erfurt geborenen Künstlers Marc Jung. Jung begann als Ringer und Street-Art-Künstler, studierte später an der Bauhaus Universität Weimar und an der Akademie Wien. Von 2012 bis 2014 war er Meisterschüler bei Wolfram Adalbert Scheffler an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Mit brachialer Gestaltungskraft bemächtigt sich Marc Jung der täglichen Bilderflut und sampelt aus Icons, Smileys, Pokemons, Fotos aus Nachrichten- oder Lifestyle-Magazinen und Neon-Slogans das Abbild eines medialen Kosmos‘. Jung nähert sich den Motiven nahezu wertfrei. Er benutzt Fotos, die das Bildgedächtnis eines Jahres prägen, aus dem Trivialen oder der Hochkultur, Fotos von der Rückkehr des Wolfes oder vom Alltag der schrecklich großen Fernsehfamilie Wollny. TALK SHITGET HIT. Und dazwischen: Malerei im klassisch-expressiven oder im Street-Art-Gestus.
Die Ausstellung wird am 18. November 2016, um 19:00 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet. Der künstlerische Leiter des Künstlerhauses Bethanien/Berlin, Christoph Tannert, führt in die Arbeiten Marc Jungs ein.

 

Im Anschluss: PechaKucha Night Wittenberg; PechaKucha Abende in der Lutherstadt Wittenberg mit freundlicher Unterstützung von den Machern der PechaKucha Night Dessau – www.pechakucha.org/cities/dessau.

Presserundgang: 17.11.2016, 11.00 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4

Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Landkreis Wittenberg

Sonderausstellungen (Auswahl)

2015 Cranach und Luther. Aufbruch in die neue Zeit. Gemälde, Grafiken und Objekte aus der Sammlung ATELIER UND STIFTUNG AUGUST OHM, HAMBURG (Katalog)
2015 Cranach 2.0 – Der Internationale Lucas-Cranach-Preis 2015 der Lutherstadt Wittenberg und der Lucas-Cranach-Stadt Kronach (Katalog)
2014 Alles wunderbar. Positionen zeitgenössischer Kunst. Arbeiten und Aktionen von Margarita Leonore Göbel, Jutta Konjer, Manfred Kroboth, Stefan Leyh, Stephanie Brysch, Matthias Schmeier und Christian Treffler
2012 Menschenbilder. Internationaler Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach 2011 (Auswahl)
2011/2012 Zwischen Bedrängnis und Widerstand. Graphiken und Gemälde der Jahre 1933 bis 1945 aus der Sammlung Gerd Gruber (Katalog)
2011 Maler Lucas aus Kronach. Lucas Cranachs frühe Jahre (Katalog)
2010/2011 Evas neue Kleider. Mode des 18. bis 21. Jahrhunderts aus der August-Ohm-Stiftung
2010 Venus, Eva & Co. Lucas Cranachs Aktdarstellungen im Kontext von Reformation und Humanismus (Katalog)
2009 Aufbruch in die Moderne. Gemälde und Graphiken aus der Sammlung Gerd Gruber (Katalog)