MICHEL FINGESTEN.
Grafiken aus der Sammlung Tischer

Zeitraum: 10.10.2020-29.11.2020
Eröffnung: Freitag, 09.10.2020 / 19:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr, ab November montags geschlossen.
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 08.10.2020 / 11:00 Uhr

Michel Fingesten, 1884 in Galizien geboren, führte ein unbändiges, von Legenden umranktes Leben: Er heuerte auf Schiffen nach Amerika an, jobbte in Australien, wanderte quer durch Europa. Vermutlich studierte er im Umkreis der Wiener und Münchener Akademie Kunst. In seinen frühen Arbeiten orientierte er sich am Jugendstil und an den symbolistischen Grafiken Klingers und Stucks.Ab 1913 lebte Fingesten in Berlin. Seit dieser Zeit konzentrierte er sich vor allem auf die Technik der Radierung, die er virtuos beherrschte. Fingesten wurde Mitglied der Berliner Secession und galt als einer der talentiertesten Grafiker der 1920er-Jahre. Handwerkliches Können verband sich bei ihm mit überbordender Fantasie und dem Hang zu groteskem Humor, auch in seinen erotischen Grafiken.

1922 schuf er die Kulissen für die Stummfilme Die Schuhe einer schönen Frau und Don Juan der Vera-Filmwerke. Mit der Weltwirtschaftskrise brachen jedoch die großen Aufträge weg und Michel Fingesten zog sich auf die Gebrauchsgrafik im wirtschaftlich weniger riskanten kleinen Format zurück. Es entstanden vor allem Exlibris. Bei Fingesten sind diese Bucheignerzeichen Improvisationen im kleinen Format, in denen er die Tagesereignisse, auch den aufkommenden Nationalsozialismus, kommentierte. Die Themen Krieg und Tod kehren immer wieder. 1935 ging er mit seinem Sohn, dem Bildhauer Peter Fingesten (1916-1987), nach Italien. Es begannen produktive Jahre. Er radierte um die 500 Exlibris, viele für seinen Förderer, den italienischen Architekten Gianni Mantero. 1940 wurde Fingesten, der Sohn jüdischer Eltern, verhaftet und in Süditalien interniert. Erst nach der Befreiung durch alliierte Truppen im Jahr 1943 konnte er das Lager verlassen. Im Oktober 1943 starb Michel Fingesten an einer Infektion in der Folge eines chirurgischen Eingriffs.

Die Ausstellung zeigt Exlibris und Gelegenheitsgrafik aus der Sammlung Klaus-Jürgen Tischer und zwei Landschaftsgemälde aus der Sammlung Ernst Deeken.Die Cranach-Stiftung dankt den Leihgebern, der Familie Deeken und Herrn Klaus-Jürgen Tischer, sowie dem Land Sachsen-Anhalt, dem Landkreis Wittenberg, der Lutherstadt Wittenberg und dem Projektschmiede Wittenberg e. V. für die Förderung der Ausstellung.

ZEIT-GESCHICHTEN. Fotografien und Interviews von Yakup Zeyrek

Zeitraum: 05.12.2020-Februar 2021
Eröffnung: Freitag, 04.12.2020 / 19:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Di..- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 03.12.2020 / 10:00 Uhr

Yakup Zeyrek, geboren 1959, arbeitet als Werbefotograf in Kornwestheim. Zwischen 2014 und 2017 fotografierte er Industriebrachen und andere, von der Gesellschaft im Zusammenhang mit den politischen und ökonomischen Umbauprozessen nach 1989 aufgegebene Räume in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Mit seinen Fotografien ging er aber über die übliche, neuromantische Lost-Places-Fotografie hinaus. Denn es geht ihm nicht nur um die poetische Zersetzung der Räume, sondern er suchte auch Menschen, die an den Orten gewirkt hatten und die aus eigenem Erleben erzählen konnten. Das Fotoprojekt wurde so zu ei

BABYLON BERLIN. Arne Jyschs Graphic Novel „Der nasse Fisch“ über das Berlin der 1920er-Jahre

Zeitraum: 04.07.2020-27.09.2020
Eröffnung: Freitag, 03.07.2020 / ab 17:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 02.07.2020 / 11:00 Uhr

Kaum haben die 2020er-Jahre begonnen, schon geht es um alles. Wie vor einhundert Jahren. Damals war der Erste Weltkrieg gerade vorbei, die Spanische Grippe forderte hunderttausende Opfer in Deutschland, der Kaiser hatte abgedankt. Die neu etablierte Republik übte sich in parlamentarischer Demokratie, sogar die Frauen durften jetzt wählen. Berlin, die Hauptstadt der jungen Republik, war eine rasch wachsende Metropole mit knapp vier Millionen Einwohnern. Abends feierten die Ur- und Neuberliner mit Künstlern aus ganz Europa. Literatur, Malerei und Musik suchten nach einer modernen Sprache für diese Gesellschaft im Taumel. Die zunehmenden wirtschaftlichen Probleme führten zum Erstarken und zur Radikalisierung rechter und linker Organisationen. In dieser Zeit spielt die Graphic Novel Der nasse Fisch von Arne Jysch nach dem Roman von Volker Kutscher.

Arne Jysch (geb. 1973 in Bremen) arbeitet als Storyboardzeichner, Illustrator und als Gastdozent für Filmsprache an der Filmuniversität Babelsberg. In seiner Adaption des Romans verdichtet er Volker Kutschers Vorlage um den Kriminalkommissar Gereon Rath zu einer visuell starken Graphic Novel. Im März 1929 kommt Rath in Berlin an und gerät mitten hinein in die Auseinandersetzungen von Exilrussen, Freikorpsangehörigen und Ringvereinen. Jysch zeichnet mit schwarzweißen Szenen ein atmosphärisches Bild des Berlins der 1920er-Jahre – der Modernität, der grenzenlosen Lebenslust, aber auch der Armut, der Kriminalität und der politischen Spannungen. Die Ausstellung der Cranach-Stiftung zeigt Szenen aus der Graphic Novel und Jyschs Skizzen und Studien dazu. Lebendig wird die Epoche auch durch Originalgraphiken (Sammlung G. Gruber), Mode und Alltagsgegenstände (Stiftung A. Ohm) der Zwanzigerjahre.

Graphic Novel im Cranach-Haus? Cranach war mit seinen Graphikzyklen ein Vorläufer dieses künstlerischen Mediums. Bereits 1521 kam das Passional Christi und Antichristi heraus – eine Bildergeschichte zur Papstkritik. Ein Jahr später schuf er eine Holzschnittfolge zur Apokalypse. Zwei Blätter beziehen sich auf Babylon, auf das Sündenbabel als Synonym für einen Ort wüster Ausschweifungen, in Cranachs Holzschnitten mit deutlichen Hinweisen auf das römische Papsttum. Für Luther und Cranach war damals Rom das Sündenbabel, für sie hätte es geheißen BABYLON ROM.Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

nem einzigartigen Zeitzeugenprojekt über die Umgestaltungen und die damit ein

THOMAS SCHMID: EINBLICKE

Zeitraum: 25.01.2020-17. Juni 2020
Eröffnung: Freitag, 24.01.2020 / 19:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-16:00 Uhr / Sonn- und Feiertage geschlossen
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 23.01.2020 / 11:00 Uhr

Diese Ausstellung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Holzschnitte des seit 1974 in Wittenberg lebenden Künstlers Thomas Schmid. Wie eingefroren, still und jenseits der Zeit wirken seine Malereien. Schmids durch die Neue Sachlichkeit und den Spätexpressionismus beeinflussten Landschaften, Stillleben und Figurenbilder werden durch die Konzentration auf das Wesentliche zu Sinnbildern.

hergehenden persönlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen nach 1989. Neben den Fotos werden auch die Interviews in der Ausstellung vorgestellt.

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Kunst nach 1945. Die Sammlung Gerd Gruber

Eine Ausstellung an drei Standorten in der Lutherstadt Wittenberg

Zeitraum: 11.09.2019-06.01.2020
Eröffnung: Dienstag, 10.09.2019 / 17:00 Uhr / Altes Rathaus
Öffnungszeiten Cranach-Haus: Mo.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr, ab November montags geschlossen.

Gesonderte Öffnungszeiten zum Jahreswechsel:                                                       24.12.2019-26.12.2019 geschlossen /// 27.12.2019 geöffnet von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr, 14:00 Uhr öffentlicher Ausstellungsrundgang. /// 28.12.2019 geöffnet von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr /// 29.12.2019 geöffnet von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr /// 30.12.2019-03.01.2020 geschlossen /// 04.01.2020 geöffnet von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr /// 05.01.2020 geöffnet von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr /// SONDERÖFFNUNG AM LETZTEN AUSSTELLUNGSTAG: 06.01.2020 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr (nur Sonderausstellung)

Orte: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg; Altes Rathaus / Markt 26; Stiftung Christliche Kunst / Schlossplatz 1

2019/2020 sollen in Lutherstadt Wittenberg gleich drei Ausstellungen aus dem umfangreichen Sammlungsbestand von Dr. Gerd Gruber unter dem gemeinsamen Titel Kunst nach 1945. Die Sammlung Gerd Gruber gezeigt werden. Sie umfassen inhaltlich die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen Arbeiten national und international bedeutender Künstler. Neben weniger bekannten Namen finden sich viele Künstler von Weltrang.

Die Ausstellung im ALTEN RATHAUS zeigt unter den Titel INTERNATIONALE POSITIONEN Arbeiten internationaler Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unmittelbar nach 1945 befindet sich die Kunst im Aufbruch – weltweit suchen die Künstler nach neuen Ausdrucksformen, um auf die Schrecken des Zweiten Weltkrieges zu reagieren. Die Ausstellung verdeutlicht die globale Vernetzung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bei der nicht nur Künstler in Europa und den USA zu ähnlichen Ergebnissen kommen, sondern auch in Südamerika, Asien und Afrika. Gezeigt werden Arbeiten aus ganz Europa und den USA, Mexiko, Kuba, Chile, Israel, Nigeria, Japan, Indien und Russland von Künstlern wie Giorgio de Chirico, Sonja Delaunay, Alberto Giacometti, Anatoli Kaplan, Marina Marini, Giacomo Manzù, Henry Moore, David Alfaro Siqueiros, Antonio Tapies, Emilio Vedova u. v. m.

Unter dem Titel NEUES BAUHAUS werden im CRANACH-HOF, MARKT 4, Werke der Bauhausmeister und -schüler gezeigt, die nach 1945 entstanden und den Einfluss des Bauhauses auf Kunst, Architektur und Design in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts belegen. Unmittelbar nach der Machtübernahme schließen die Nationalsozialisten das Bauhaus. Im Zusammenhang mit der dann folgenden Emigration vieler Meister und Schüler verbreiteten sich die Bauhausidee weltweit. Nach 1945, in der jungen Bundesrepublik, lehren auch wieder Bauhausmeister wie Georg Muche oder Gerhard Marcks an Werk- und Hochschulen. Zunächst knüpfte auch die SBZ/DDR an die Bauhausideen an, bis diese ab 1950 im Rahmen der Formalismus-Diskussionen verdrängt und erst in den späten 1960er-Jahren wieder aufgegriffen werden. Die Ausstellung im Cranach-Haus zeigt u. a. Werke von T. Lux Feininger, Johannes Itten, Max Bill, Ida Kerkovius, Gerhard Marcks, Georg Muche, Fritz Winter und Petra Petitpierre.

Die STIFTUNG CHRISTLICHE KUNST, im Schloss Wittenberg, stellt unter dem Titel PAZIFISMUS TRIFFT RELIGION religiöse Arbeiten aus ihrem Sammlungsbestand den pazifistischen Arbeiten der gleichen Künstler aus dem Bestand der Sammlung Gruber gegenüber. Diese Gegenüberstellung zeigt, dass das eine das anderen in der modernen Kunst nach 1945 nicht ausschließt, sondern sich beide Themen in ihren sozialen und politischen Aussagen gegenseitig ergänzen und bestärken. Die Ausstellung zeigt u. a. Werke von Pablo Picasso, Marc Chagall, Oskar Kokoschka, Max Pechstein, HAP Grieshaber Fritz Cremer, Carlos Hermosilla Alvarez, und Joseph Beuys, Toshi und Iri Maruki .

Zur Ausstellung liegt ein Katalog vor, der an allen drei Ausstellungsorten erhältlich ist. (Preis: 20,00 Euro) Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Ausstellungen bis September 2019 (Auswahl)

Kunst vor Cranach. Gemälde, Skulpturen und Objekte des 11.-15. Jahrhunderts aus der Hamburger Stiftung August Ohm

Zeitraum: 26.01.2019-01.09.2019
Eröffnung: Freitag, 25.01.2019 / 19:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr, ab April auch montags geöffnet.
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg
Presserundgang: Donnerstag, 24.01.2019 / 11:00 Uhr

So weit, wie wir heute von der Welt Lucas Cranachs entfernt sind, waren dessen Zeitgenossen entfernt von der Welt des Hochmittelalters. Doch die Menschen des 11./12. Jahrhunderts befanden sich gleichermaßen in einer Epoche gewaltiger Veränderungen. Ein enormer Bevölkerungszuwachs führte zur Gründung zahlreicher Siedlungen und Städte. Es entwickelten sich neue Berufsbilder und differenzierte Handwerkszweige. Die großen Pilgerzüge erweiterten den Erfahrungshorizont und das Weltbild der Menschen. Im 13. Jahrhundert bereitete die franziskanische Bewegung eine Individualisierung und Verinnerlichung des Glaubens vor, während gleichzeitig Endzeitvisionen die Menschen beunruhigten. In der bildenden Kunst spiegelt die Entwicklung von der Romanik zur Gotik den Wandel von ritterlich-feudalen Strukturen zur städtischen Kultur wider. Am Beginn der Ausstellung steht eine romanische Gewandfigur (Anfang 11. Jh.), deren Abstraktheit auf ihren spirituellen Zusammenhang verweist. Die ausgestellten Skulpturen und Gemälde des 12. bis 15. Jahrhunderts zeigen das fortschreitende Ringen um Individualisierung und um ein Reflektieren der Wirklichkeit. Zunächst sollten sich die Baumeister, Bildhauer und Maler Italiens aus der Sphäre des allein dem Glauben dienenden Handwerks erheben, um 1500 dann auch die Künstler des Nordens, Maler wie Lucas Cranach d. Ä. Die Ausstellung zeigt über 40 Gemälde, Skulpturen, sakrale und Alltagsgegenstände als Leihgaben der Hamburger Sammlung Atelier und Stiftung August Ohm. Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt 

Abb.: Mater Dolorosa, Flandern, um 1470/1475, Öl auf Holz, Stiftung August Ohm, Hamburg

 

 

 

 

Marc Chagall – Anatoli Kaplan. Erinnerungen ans Schtetl. Zeichnungen und Druckgrafiken

Zeitraum: 10.11.2018-20.01.2019
Eröffnung: Freitag, 09.11.2018 / 16:00 Uhr / Cranach-Hof, Markt 4
Öffnungszeiten: Di.- Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr / Sonn- und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Ort: Cranach-Haus / Markt 4 / 06886 Lutherstadt Wittenberg

In Marc Chagalls (1887-1985) Gemälden und Grafiken tauchen immer wieder die Dörfer und Menschen seiner Kindheit auf. Er wurde als ältester Sohn einer kinderreichen jüdischen Familie in der weißrussischen Stadt Witebsk geboren – einer jüdisch geprägten Stadt an der Peripherie des zaristischen Russlands, in der Not und Bedrängnis den Alltag der meisten Bewohner bestimmten. Das relativ abgeschiedene Leben im sogenannten „Schtetl“, einer kleinen, autonomen jüdischen Siedlung, hatte zur Folge, dass orthodoxe jüdische Überlieferungen, kulturelle Identitäten und jüdische Lebensgewohnheiten lange erhalten blieben. Gesprochen wurde dort das durch die deutsche Sprache mit geprägte „jiddisch“. Durch den nationalsozialistischen Holocaust 1939-1945 wurde die Welt des Schtetls zerstört. Doch in den Werken Marc Chagalls und des fünfzehn Jahre jüngeren Anatoli Kaplans (1902-1980) wird sie für immer bewahrt. Kaplan wurde in Rogatschow, unweit von Witebsk, in das gleiche Milieu hineingeboren. Beide Künstler bringen die unbezwingbare Lust am Leben und die schmunzelnde jiddische Selbstironie ins Bild. Sie zeigen die unverwechselbaren Gestalten, die Feste, Riten und Lebensgewohnheiten der einfachen jüdischen Menschen. Die Ausstellung zeigt 40 Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Sammlung Dr. Gerd Gruber.  Gefördert durch: Lotto Sachsen-Anhalt

Abb.: Marc Chagall, Nach dem Winter, Lithografie, 1972, 32,5 cm x 45,0 cm, Sammlung Dr. Gerd Gruber, Lutherstadt Wittenberg