StudioKino
am 04. September – 20 Uhr im Saal der Evangelischen Akademie, Schlossplatz 1 d
„Cold war- der Breitengrad der Liebe“, Polen 2018

Polen 1949. Pianist Wiktor ist im Auftrag der Regierung unterwegs, um ein Ensemble für polnische Volksmusik zusammenzustellen. Er trifft auf die kokette Sängerin Zula und verfällt ihr auf Anhieb. Als er bei einem Besuch der Musiktruppe in Berlin arrangiert, in den Westen zu flüchten, lässt sie ihn sitzen.

Inspiriert vom Leben seiner eigenen Eltern begleitet Pawlikowski die Sängerin Zula und den Pianisten Wiktor (Joanna Kulig und Tomasz Kot als sinnliches und melancholisches Paar) über Jahrzehnte hinweg. Als leidenschaftliche, polnische Volksmusiker laufen sie ständig Gefahr, vom sozialistischen Staat propagandistisch ausgenutzt zu werden. Wer sich nicht anpasst, hat mit den Folgen des Regimes zu rechnen.
______________________________________________________

StudioKino
am 02.Oktober 2019 – 20 Uhr im Saal der Evangelischen Akademie
Schlossplatz 1d
„Als Paul über das Meer kam„, Dt. 2017 – in Anwesenheit des Flüchtlings, der heute in Berlin lebt.
Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder.
______________________________________________________

StudioKino
am Samstag, dem 26. Oktober 2019 – 20 Uhr
im Saal der Evangelischen Akademie
„Die Komponistinnen“, Dt. Doku. 2017

Die Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh stellte eines Tages fest, dass ihr Repertoire nur aus Musik von Männern besteht. Daraufhin begann sie, nach Stücken von Komponistinnen zu suchen und ihre Recherchen förderten schnell eine Vielzahl fantastischer Klavierwerke zutage, die bis heute fast nie gespielt werden.Der Film „Komponistinnen“ beleuchtet die historischen und persönlichen Umstände, unter denen die vier Frauen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre Werke geschaffen haben. Der Berliner Filmemacher begleitet Kyra Steckeweh auf ihrer Spurensuche nach Frankreich und Deutschland, zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Mel Bonis, Lili Boulanger, Fanny Hensel und Emilie Mayer.
Im Anschluss Gespräch mit Marleen Hoffmann, Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e.V., Thomas Höhne, Festivalleiter, und Musikerinnen des Festivals
Kooperationspartner: Cranach-Stiftung, Renaissancemusikfestival, Archiv Frau und Musik Frankfurt am Main

https://komponistinnen.com/de_DE/der-film

______________________________________________________ StudioKino
am 06. November 2019 – 20 Uhr
im Saal der Evangelischen Akademie Schlossplatz 1 d
„Bornholmer Straße“, Dt. 2014
Tragikomödie nach Tatsachen um den Oberstleutnant Harald Jäger, dem „Mann, der die Mauer öffnete“ am 9.11.1989 am Grenzübergang Bornholmer Straße.
Berlin, 9. November 1989: Günther Schabowski, Sekretär des ZK der SED, verkündet während einer Pressekonferenz die neue großzügige Reiseregelung für DDR-Bürger ins westliche Ausland, die ab sofort in Kraft trete. Fast unmittelbar nach der Live-Übertragung versammeln sich an den Ostberliner Grenzübergängen Trauben von Ausreisewilligen. Oberstleutnant Harald Schäfer, der am Berliner Grenzübergang Bornholmer Straße Dienst tut, wartet auf Anweisungen seiner Vorgesetzten, doch die bleiben aus. Der bis dato überzeugte DDR-Bürger trifft nach eigenem Ermessen eine folgenschwere Entscheidung: um die brisante Situation zu deeskalieren und Gewalt zu vermeiden, öffnet er den Grenzübergang und wird damit zum unfreiwilligen Helden.
_____________________________________________________________________________________________________________
______________________________________________________

StudioKINO in der Evangelischen Akademie
am 9. Januar 2019 – 20.00 Uhr, im Saal der Ev. Akademie

„Glücklich wie Lazzaro“, Italien, Frankreich, Schweiz, Deutschland, 2018
Ähnliches Foto»„Glücklich wie Lazzaro“ ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der keine Wunder vollbringt, der über keine besonderen Fähigkeiten verfügt, keine magischen Kräfte besitzt, eine Geschichte ohne Special Effects. Ein Heiliger, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, der immer an die Menschen glaubt. ______________________________________________

StudioKINO in der Evangelischen Akademie
am 13.Februar 2019 – 20.00 Uhr im Saal der Evangelischen Akademie
„An den Rändern der Welt“, Deutschland, 2018

Szene aus dem Film „An den Rändern der Welt“ | Foto: Greenpeace/M. MautheNaturfotograf und Greenpeace-Aktivist Markus Mauthe hat sich aufgemacht, um die „Ränder der Welt“ zu bereisen – also Orte, die (noch) fernab der Zivilisation liegen und von den letzten indigenen Gemeinschaften bewohnt werden. Doch auch dort sind bereits die Auswirkungen der Globalisierung spürbar, Umweltverschmutzung und Urbanisierung bedrohen den Lebensraum von Menschen, Tieren und Pflanzen. Bevor auch diese Ecken der Welt und die Kulturen ihrer Bewohner zerstört werden, will Mauthe sie noch einmal mit der Kamera festhalten und ihre Schönheit für Kino- und Vortragsbesucher auf der ganzen Welt sichtbar machen. Dafür hat er sich auf seinen Reisen durch Afrika, Amerika und Asien und seinen Besuchen bei indigenen Völkern wie den Indios im brasilianischen Mato Grosso und den Seenomaden in Malaysia von einem Filmteam begleiten lassen.   _______________________________________________________

StudioKINO in der Evangelischen Akademie
am 13.März 2019 – 20.00 Uhr im Saal der Evangelischen Akademie
Yuli„, Spanien, Frankreich, 2018

Bildergebnis für yuli filmKuba, Anfang der 80er Jahre. Carlos ist ein ungestümes, rebellisches Kind. Das meiste, was er vom Leben weiß, hat er auf den Straßen Havannas gelernt, wo er zum ungekrönten König der spontanen Breakdance-Wettbewerbe geworden ist. Sein Vater Pedro, LKW-Fahrer und Enkel einer Sklavin, erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, das ihn herausreißen könnte aus dem Kreislauf von Unterdrückung und Anpassung. „Yuli“ nennt er seinen Sohn, nach einem afrikanischen Kriegsgott. Doch Yuli will nicht tanzen, er will keine Strumpfhosen und Ballettschläppchen tragen, er will Fußballer werden, wie Pelé….. ________________________________________________________
StudioKINO in der Evangelischen Akademie
am 3. April 2019 – 20.00 Uhr, im Saal der Ev. Akademie
Capernaum – Stadt der Hoffnung“, Libanon, Frankreich, 2018

Bildergebnis für capernaumDas Leben des jungen Libanesen Zain (Zain Al Rafeea) ist chaotisch. Denn der 12-Jährige (zumindest wird er auf dieses Alter geschätzt) sitzt schon im Gefängnis. Es wird ihm vorgeworfen jemanden niedergestochen zu haben. Nun verbüßt er seine Strafe in einer Jugendhaftanstalt in Beirut. Seine Eltern (Kawthar Al Haddad und Fadi Kamel Youssef) sieht er vor Gericht wieder, aber nicht, weil sie gekommen sind, um ihren Sohn zu unterstützen, sondern weil Zain sie verklagt hat. Der Grund: Sie haben ihn in diese Welt gesetzt. Nun will er verhindern, dass seine Eltern weitere Kinder bekommen, die auch in diese schreckliche Welt voller Chaos und Krieg hineingeboren werden. Also schildert Zain dem Richter seine dramatischen Lebensumstände und lässt dabei keine Details aus. Er erzählt von seiner großen Familie, die unter ärmsten Bedingungen auf wenigen Quadratmetern miteinander lebt und er erzählt davon, wie sein Vater eines Tages Zains geliebte Schwester Sahar (Haita Izam) verkaufte…

_______________________________________________________

StudioKINO in der Evangelischen Akademie
am 24. April 2019 – 20.00 Uhr, im Saal der Ev. Akademie
„Der marktgerechte Patient, Deutschland, 2018

Der marktgerechte Patient : Bild
Leslie Franke und Herdolor Lorenz untersuchen in ihrem Dokumentationsfilm die Ursachen und Folgen der Fallpauschalen. Diese wurden im Jahr 2003 eingeführt und sind eine verbindliche Vergütung der Krankenhäuser, die laut einiger Auffassungen ein entscheidender Schritt zu deren Kommerzialisierung ist. Das bedeutet, dass jede diagnostizierbare Krankheit einen fixen Preis hat und Krankenhäuser mit einem geringeren Aufwand mehr Geld machen, wenn sie Patienten schnell abfertigen, anstatt individuell auf sie einzugehen. Die Filmemacher treffen sich mit Mediziner/innen, Pflegepersonal und Patienten sowie Krankenhausmanagern und Gesundheitsaktivist/innen und liefern auf der Basis einer Ursachenanalyse Argumente für eine soziale Gesundheitsversorgung, in der der Gedanke der Empathie und Fürsorge im Vordergrund steht.

StudioKino
am 08. Mai 2019  – 20.00 Uhr
im Saal der Evangelischen Akademie
„Frida“, 2017, Spanien

Frida ist ein sehr zarter Film, der mit ruhigen Bildern ein Kind begleitet, dass mit dem Verlust und dem Tod der Eltern zurecht kommen muss.

Kein Lächeln ist da auf Fridas Gesicht, während um sie herum das Feuerwerk abbrennt – ein Freudenfest in der Großstadt, der Sommer wird eingeläutet, aber Frida beobachtet und schaut und schweigt.    Die sechsjährige Frida (Laia Artigas) zieht zu ihrer Tante Marga (Bruna Cusi) und ihrem Onkel Esteve (David Verdaguer) aufs Land, wird mit ihrer kleinen Cousine Anna (Paula Robles) spielen. Aus den Gesprächen um sie herum wird nach und nach klar: Fridas Mutter ist gestorben, der Vater schon länger tot. Die Geschwister der Mutter kümmern sich, Fridas Großmutter macht allen Vorwürfe, es seien falsche Entscheidungen getroffen worden, falsche Lebenswege beschritten.Die Krankheit, an der die Mutter litt, wird nicht mit Namen genannt und ist doch präsent: Es ist, wie der Originaltitel von Fridas Sommer verrät, der Sommer des Jahres 1993. Als Frida sich ein Knie aufschlägt, gerät die Mutter eines anderen Mädchens in Aufregung: Sie habe Frida doch nicht angefasst? Weltweit war Anfang der 1990er Jahre die Angst vor AIDS, vor möglicher Ansteckung riesig.

Viel mehr als um diese spezielle Krankheit und die Reaktionen der Umwelt darauf geht es Simón Pipó um Frida: Um die Art und Weise, wie dieses verwaiste Kind mit seiner Einsamkeit umgeht, seiner neuen Umgebung, dem neuen Leben. Von der Großstadt ist sie auf einmal aufs Land verpflanzt, das Einzelkind muss plötzlich eine kleine Schwester/Cousine ertragen, die neuen Bezugspersonen sind ihr zwar bekannt, aber doch nicht wirklich vertraut – und umgekehrt gilt das natürlich genauso.

_______________________________________________________